1. Segler


Ein Segelmodell bietet die Vorteile, dass es leichter ist als ein vergleichbares Modell mit Motor und dadurch kann es langsamer geflogen werden. Weiterhin spart man die Kosten für die Antriebseinheit. Problematisch kann jedoch der Start werden.


Der Start mit einem Gummiband (60m) und einer Nylonschnur (100m) ist die preiswerteste Alternative. Man benötigt jedoch ca. 300 m Platz, um das gespannte Gummiband gegen den Wind auszurichten. Weiterhin geht dieses Verfahren nur auf einer gemähten Wiese, da sich die Schnur im Gras verheddern kann. Die Zugkraft des Gummies muß auf das Gewicht und die Stabilität des Modells abgestimmt sein. So hat z.B. das Gummi, das für einen 2m Segler bis 2 kg Fluggewicht ausgelegt ist, meinen Hangglider mit Rippenflächen in der Luft zerrissen. Ein weiteres Problem kann das Verkannten des Modells werden. Durch schräges Loslassen beim Start oder eine Windböe von der Seite kann das Modell so in eine Schräglage geraten, daß eine Korrektur nicht mehr möglich ist. Wird ein starrer Hacken am Modell verwendet, besteht die Gefahr, daß das Modell einen Bogen fliegt und ohne sich vom Seil zu lösen auf den Boden aufschlägt. Wird der Start alleine durchgeführt, muß man sehr schnell von der Belastung des rechten Arms, der das Modell vor dem Start hält, auf die feinfühlige Steuerung am Sender wechseln.


Der Start mit einer Seilwinde erfordert weinigerKraftaufwand und bietet die Möglichkeit den Startvorgang einfacher abzubrechen. Die Starthöhe kann etwas größer sein als beim Start mit Gummi. Die Zugkraft und Zuggeschwindigkeit der Seilwinde muß auf das Modell abgestimmt sein, da sonst auch hier die Gefahr besteht, daß das Modell in der Luft zerbricht.


Das Fliegen im Hangaufwind bietet die Möglichkeit das Modell aus der Hand zu starten. Diese Variante halte ich für  Anfänger als wenig geeignet, da durch unausgeglichene Flugmanöver meist schnell Höhe abgebaut wird und die Landung in großer Entfernung am Fuße des Hangs erfolgen muß.



2. Elektrosegler


Ein Elektrosegler ist im Vergleich zum Segler teurer, da zusätzlich Akku, Motor, Luftschraube und Schalter/Regler benötigt werden. Außerdem wird ein Ladegerät benötigt, welches heute NiCd, NiMH, LiPo, LiIo und eventuell auch schon LiMn oder LiFe Akkus, laden können sollte. Ein integrierter Balancer für LiXX Zellen ist von Vorteil, kann aber auch extern angeschlossen werden. Fast alle Modellpiloten kommen über lang oder kurz zu einem Computerladegerät, mit dem auch der Zustand der Akkus, die Lademenge, Spannung u.v.a. ermittelt werden kann. Manche Ladegeräte haben sogar ein eingebautes Netzteil und können an 230 und 12 Volt betrieben werden.


Diesem Nachteil stehen entscheidende Vorteile gegenüber: Der Start des Elektroseglers kann aus der Hand erfolgen und ist unkritischer als z.B. ein Start mit Gummiband. Es können meist längere Flugzeiten erzielt werden, als mit einem Segler. Bei ungünstigem Landeanflug kann durchgestartet werden. Modelle gehen meist am Boden kaputt. Ein gut getrimmtes Anfängermodell kann durch Loslassen der Ruder und Einschalten des Motors wieder zu einer sicheren Flughöhe kommen. Meist bietet das Modell die Möglichkeit einige Male Höhe zu gewinnen, so daß das Modell, längere Zeit in einer sicheren Flughöhe von 50 bis 150 m geflogen werden kann, wo es noch gut zu sehen ist. Mit zwei Akkus kann eine fast durchgängige Flugzeit erreicht werden.


Modelle aus speziellem Schaumstoffen haben für den Einstieg verschiedene Vorteile. Sie sind stoßabsorbierend und stecken harte Landungen und kleinere Abstürze weg. Sollte doch mal was brechen, kann mit einem Schaumkleber wie UHU Por und ein paar Klebestreifen eine Reparatur meist auf dem Platz ausgeführt werden. Da die Modelle einen hohen Vorfertigungsgrad aufweisen, sind sie in kurzer Zeit flugbereit. Als Beispiel seien hier einige Modelle von Multiplex wie dem Easy Star oder der Fun Glider Electric genannt. Mit diesen Modellen kann man sich erst mal aufs Fliegen konzentrieren und muß nicht nach jeder Flugminute für Stunden in den Hobbyraum, um die Reparaturen auszuführen.


LiPo Akkus haben im Vergleich zu NiMH Akkus etwa nur das halbe Gewicht oder die doppelte Kapazität. Zusammen mit einem Außenläufer (LRK Prinzip) kann also weiter Gewicht gespart und Leistung dazu gewonnen werden. Das führt zu einer verlängerten Flugzeit, welche die etwas schlechteren Segelleistungen wieder ausgleicht.



3. Modelle mit Verbrennungsmotor


Modelle mit Verbrennungsmotor sind für Anfänger nicht geeignet, da es problematischer ist, einen Verbrennungsmotor zu starten. Verbrennungsmotoren gehen in der Luft manchmal aus, wobei sich das Verhalten des Modells meist schlagartig ändert. Modelle mit Verbrennungsmotoren besitzen eine starre Luftschraube und dementsprechend meist ein Fahrwerk. Durch das Fahrwerk müssen diese Modelle auf einer räumlich meist sehr begrenzten Landebahn gelandet werden, was dem Anfänger wohl in den seltensten Fällen gelingen wird.